Über den Sommer hatte der CDU-Stadtverband mit dem „Bad Camberger Fragebogen“ die Bürgerinnen und Bürger der Kurstadt und aller Stadtteile aufgerufen, Einschätzungen zur Lebenssituation sowie den Stärken und Schwächen wesentlicher Standortfaktoren abzugeben. Der Vorsitzende der CDU-Stadtverbandes, Andreas Hofmeister MdL, freut sich nach der mehrwöchigen Befragung über eine gute Beteiligung. Weit über 100 Haushalte aus Bad Camberg beteiligten sich an der Umfrage und neben der Umfrage nutzten viele Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, aus ihrer Sicht wichtige Einzelaspekte zu melden. „Es hat sich gelohnt, den umfangreichen Fragenkatalog zu entwerfen. Die Einschätzungen und individuellen Meldungen aus der Bürgerschaft sind für unsere weitere politische Arbeit sehr hilfreich“, betont der Fraktionsvorsitzende der CDU Bad Camberg, Daniel Rühl.

Tarik Cinar hatte den Fragebogen technisch-organisatorisch umgesetzt und erläutert dazu: „Mit unserer Bewertungsskala von 1 bis 5 sowie der Möglichkeit bei verschiedenen Themenfeldern individuelle Antworten einzugeben, haben wir ein Raster geboten, welches realistische Ableitungen aus den beantworteten Fragebögen ermöglicht.“ Frederik Angermaier, Geschäftsführer der CDU-Stadtverordnetenfraktion und Kreisvorsitzender der Jungen Union, ergänzt, dass rund 20 Prozent der Teilnehmer an der Fragebogenaktion unter 30 Jahre alt waren. „Damit sollte auch die Perspektive der jüngeren Menschen in unserer Heimatstadt ihre Abbildung in den Ergebnissen finden,“ zeigt sich Angermaier überzeugt.

Was das Erscheinungsbild der Stadtteile insgesamt angeht, ergibt die Umfrage eine glatte 3 und damit einen genauen Durchschnitt auf der Befragungsskala. Im Bereich der Infrastruktur in Bezug auf Schulen, Kitas, Sport, den Kirchen und dem Einkaufsangebot ergibt sich aus den Beantwortungen immerhin eine Note von 2,49. Die Wohnqualität wird zu 50 Prozent als gut bewertet. Kritisch wird – wie erwartbar – mit einem Durchschnitt von 3,60 die Verkehrssituation im Stadtgebiet bewertet. Auch beim ÖPNV ist bei einer Bewertung von 3,20 sicherlich noch einiges zu tun. Weitere Ergebnisse: 63 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich sicher, 26,6 Prozent sogar sehr sicher, dies spiegelt sich auf in einem Durchschnittswert von 2,46 auf der Umfrageskala wieder. Der Einsatz der Polizei im Stadtgebiet sowie des Ordnungsamtes wird jedoch mit Werten von etwa 3,4 unterdurchschnittlich bewertet. Andreas Hofmeister MdL führt dazu aus, dass „gerade im Bereich der Sicherheit und nicht zuletzt des Sicherheitsgefühls einiges zu tun ist. Dazu haben wir als CDU auch das Programm KOMPASS auf den Weg gebracht, welches nun hoffentlich bald realisiert und mit Leben erfüllt wird!“ Nachdenklich macht die Christdemokraten das Ergebnis der Umfrage, dass gerade einmal eine knappe Mehrheit der Umfrageteilnehmer eine Erweiterung der Gewerbegebiete befürwortet. Fraktionsvorsitzender Daniel Rühl dazu: „Zwar wird das Ergebnis in Verbindung mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze etwas besser. Aber die Bedenken zum Flächenverbrauch scheinen doch deutlich zu sein. Gleichzeitig befürworten rund 80 Prozent der Teilnehmer mehr Baum- und Gehölzpflanzungen. Hier sind wir als CDU in Bad Camberg mit der aktuell laufenden Pflanzaktion über die Stadtverwaltung bereits erfolgreich.“ Positiv in der Bewertung der heimischen Verwaltung und angegliederten Einheiten sticht die Grünschnittsammelstelle der Firma Hölper mit einem Wert von 2,60 hervor. Auch der AWB Limburg-Weilburg mit einer Bewertung von 2,75 kommt gut weg. Zwischen Stadt- und Kreisverwaltung bestehen mit Werten von 2,93 und 2,86 nur kleine Unterschiede. „Bei allen Details ist es sehr erfreulich, dass sich aus den Rückmeldungen eine große Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement ergibt. Dies ist besonders wichtig für unser Gemeinschaftsgefühl, welches mit einem Wert von 3,20 noch einige Unterstützung bedarf,“ stellt Frederik Angermaier klar. Tarik Cinar freut sich, dass sich der Aufwand gelohnt hat: „Das Entwerfen des Fragebogens und die daraus folgende Auswertung war nicht in ein paar Minuten erledigt. Aber wir ziehen aus den Ergebnissen wichtige Erkenntnisse, wo wir als Kommunalpolitik nachsteuern können und müssen.“

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